Umdenken geht weiter – Projekt #Umdenken im Tourismus geht in die zweite Runde

Logo Umdenken geht weiter.

Geschrieben von Pascal Mandelartz am 1.8.21

Was bisher geschah

Das Licht am Ende des Tunnels ist erkennbar, stagnierend niedrige Inzidenzwerte und alte, aber doch neu gewonnene Freiheiten, ermöglichen einen positiven Blick in die Zukunft. Vor allem geöffnete Biergärten, Sport- oder Freizeitstätten spielen nach 1 ½ Jahren der Tristesse eine herausragende Rolle. Es fehlte uns an sozialem Umfeld, an Gegenalltag, der Möglichkeit zur Alltagsflucht, dem Sammeln von Erlebnissen, dem Wechsel vom Ordinären zum Extraordinären. All dies repräsentiert – die Freizeit und Tourismusbranche. Und man hat als Branche definitiv gelitten, man leidet noch immer, aber durch die Krise wurden auch Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt, neue innovative Ideen sind entstanden, manche von ihnen werden wir auch in Zukunft nicht missen wollen.

Viele entstandene Konzeptionen wurden bereits unter unserem Banner #UmdenkenimTourismus präsentiert und auch ein Podiumsplatz beim deutschen Tourismuspreis 2020 konnte eingefahren werden.

Bild von der Auszeichnung Deutscher Tourismuspreis 2020
Bild vom Deutschen Tourismuspreis 2020

Gestärkt durch diese positive Resonanz, möchten wir in die zweite Runde gehen,  in aktuellen Debatten mitmischen und einen Beitrag zu dieser, unserer bunten Industrie leisten, welche bisher noch jeden Rückschlag überstanden hat, weil das gemeinsame Erleben und der Szenerie-Wechsel nun mal Grundbedürfnisse der Menschen sind, auf die wir auch in Zukunft bauen können.

Ein bekannter Akteur betritt die Bühne

Der Megatrend Digitalisierung gewann durch die Corona-Pandemie noch mehr an Bedeutung. Events wurden zu digitalen oder hybriden Events, die Customer Journey, also die touristische Servicekette, wird zur digitalen Servicekette und Erlebnisangebote passen sich noch mehr den individuellen Kundenwünschen an.

Erlebnisangebote und alle Informationen, die zur Reise dazugehören, müssen selbstverständlich auch digital generiert und gestützt werden. An welchen Customer Touchpoints einer Reise benötigt der Gast bestimmte Informationen und welche digitalen Dienste stehen in Verbindung dazu? Gibt es schon eine App, oder googelt man noch? Was bedeuten Begriffe wie Open-Data, Content Management Strategien oder künstliche Intelligenz und sind sie in der Zukunft von unabdingbarer Bedeutung? Mit diesen und vielen weiteren Fragen soll in der nächsten Phase unseres Projekts unter dem Motto: „#Umdenken und digital umsetzen“ der aktuelle Stand der Digitalisierung in unterschiedlichsten Praxisbetrieben eruiert werden.

Unsere digitale Zukunft

Die Digitalisierung hat einen immer stärkeren Einfluss auf die Aufgaben und Arbeitsweisen der touristischen Organisationen. Sie führt Veränderungen in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit herbei. Deshalb haben wir zum Start unseres neuen Projektes im Rahmen einer bundesweiten Fokusrunde mit zehn verschiedenen Akteuren des Deutschlandtourismus gesprochen. Es kam dabei heraus, dass Digitalisierung für die Unternehmen mehr als nur kleine Anpassungen vorzunehmen bedeutet, oftmals stehen hier sogar grundsätzliche Umstrukturierungen bei Arbeitsprozessen oder eventuell sogar Geschäftsmodellen unmittelbar bevor. Das bedeutet: die Unternehmen werden in der Zukunft vor immer schwierige Herausforderungen gestellt.

Die Teilnehmer unserer Fokusrunde nannten uns verschiedene Treiber und Bremser der Digitalisierung in der Unternehmenswelt. Um die Einschätzungen aus unserem Auftaktgespräch zu validieren, befragen wir nun in einer Deutschlandweiten Studie Praxisbetriebe der Tourismuswirtschaft zur Zukunft der Digitalisierung, deren Ergebnisse wir in Kürze an dieser Stelle zur Diskussion stellen werden.

Screenshot der Videokonferenz zum Thema Umdenken
Einblick in die Fokusrunde mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Bereichen der Tourismuswirtschaft

Die andere Seite der Medaille

In der Fokusgruppe wurde auch betont, dass nicht vergessen werden sollte, dass vielleicht nicht alles, was digital geht, auch digital sein muss. Die Freizeit und Tourismusbranche drehte sich einst (oder vielleicht sogar noch immer) um analoge Erlebnisse, getragen durch Begegnungskultur und persönliche Dienstleistungen. Müssen nun alle Erlebnisse von Gastronomie, Kultur und Freizeit in Zukunft digitalisiert werden?

Die Teilnehmer unserer Fokusrunde teilten aber die Hoffnung, dass die Digitalisierung in Zukunft den Spagat schafft, zermürbende bürokratische Prozesse zu vereinfachen, um daraus resultierend den Gästen wieder mehr Aufmerksamkeit schenken zu können. In einem weiteren anlaufenden Projekt unter dem Namen „Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft: Ende der Begegnungskultur oder neues Utopia?“ sollen weitere Einblicke in die Sichtweisen von touristischen Akteuren gegeben werden.

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