Smart City Ahaus – Ist die Stadt der Zukunft digital?

Geschrieben am 10. November 2021 von Jan-Lukas Hasenau

Total digital: Die Zukunft im Tourismus

Die zuletzt sehr eingeschränkte Begegnungskultur im Gastgewerbe hat der Digitalisierungsdebatte eine neue Perspektive gegeben. Einige Betriebe konnten nur digital den Kontakt zu ihren Gästen halten. Und Themen wie z.B. digitale Besucherlenkung, online Terminbuchungen oder online Bestellmöglichkeiten wurden durch die Pandemiezeit in Rekordtempo ausgebaut. Der Marketing Leiter der Tobit.Labs AG geht in Bezug auf das Gastgewerbe sogar so weit zu sagen: „Hotels werden gebraucht, Hoteliers nicht“. Konsequenterweise hat das Unternehmen in der Smart City Ahaus ein Hotel eröffnet, das mit minimalem Personaleinsatz auskommt.

Hotels in der Smart City – ein neues Utopia

Nachdem wir zuletzt die Fortsetzung dieses Blogs unter dem Titel #UmdenkenUndDigitalUmsetzen angekündigt haben, sind wir in Form einer hybriden Exkursion im Sommer 2021 in die Smart City Ahaus im Westmünsterland eingetaucht. Der Rundgang durch die Smart City Ahaus hat uns für das Thema „Digitalisierung touristischer Produkte“ sensibilisiert und anschauliche Beispiel geliefert.

Im folgenden Video erläutert Dieter van Acken von der Tobit.Labs AG die Grundkonzeption der Smart City Ahaus.

Als Beispiel für ein „Hotel ohne Hotelier“ dient das bereits im Jahr 2018 eröffnete „Smartel“. Hier gibt es keinen Empfang und auch keinen Checkin oder Checkout. Mit der vorab installierten „chayns“ App wird das online gebuchte Zimmer geöffnet, bedient und bezahlt. Die digitale Unterhaltung über Smart TV´s, digitale Buchhaltung und digitale Organisation des Housekeepings ersetzen in der Smart City Ahaus viele kostenintensive Stellen. Der Empfang muss nicht 24 Stunden am Tag besetzt sein, das Reservierungssystem funktioniert rein digital, Abrechnungen müssen nicht mehr händisch übergeben werden und die wöchentliche Personalplanung fällt weg.

Smart City als digitale Ergänzung

Neben dem smarten Hotel sind in der Smart City Ahaus auch viele weitere touristische Angebote digitalisiert worden. Im folgenden Video werden anschauliche Einblicke in verschiedene digitale Dienstleistungen der Smart City in Ahaus präsentiert.

Darüber hinaus wurden in der SmartCity Ahaus auch touristische Produkte digital verfügbar gemacht, die ohne ein Konzept der Digitalisierung nicht bestehen würden: Digital buchbaren Ruderboote oder ein Spielzeugautomat im Park, der über das Smartphone gesteuert wird. Auf diese Weise entsteht eine sinnvolle Ergänzung digital verfügbarer Produkte.

Wenn also alles überall zu jedem Zeitpunkt durch digitale Lösung verfügbar gemacht werden kann, ist dann noch Personal notwendig? Möchten wir wirklich weniger persönliche Begegnungskultur und ist die digitale Smart City wirklich das neue Utopia? Oder bietet genau diese Entwicklung den Hoteliers, Gastronomen und Touristikern mehr Zeit für ihre Gäste? Diese Fragen müssen wir an dieser Stelle offen lassen, werden uns aber weiterhin damit beschäftigen.

Titelbild: Copyright Tobit.Labs AG

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