Das Müllproblem im Thüringer Wald als Folge des neuen Massentourismus

Zu sehen ist Müll, vor allem Plastik, im Wald.

Geschrieben am 20.1.21von Luisa Johanna Hill, Selina Jungnickel und Sophia Palme

Der Tagestourismus im Thüringer Wald hat in Zeiten der Covid-19-Pandemie einen regelrechten Aufschwung erlebt. An den Wochenenden sind die Parkplätze voller Autos und Besucher strömen in Massen auf die Wanderwege. Dieses Phänomen gleicht fast dem Massentourismus in vielen deutschen Städten. Auch die Konsequenzen sind ähnlich: Viele Menschen an einem Platz führen dazu, dass die Verschmutzung durch Müll im Wald zunimmt. Für dieses Problem müssen Lösungsansätze her, welche Sie im Folgenden finden können.

Idyllische Natur mit vermülltem Beigeschmack

Um die Problematik an einem Beispiel zu verdeutlichen, haben wir uns selbst auf die Wanderwege im Thüringer Wald begeben und nach „Beweisen“ und Folgen des „Massentourismus“ gesucht, wie z.B. auf dem Rundwanderweg der Ohra-Talsperre in Luisenthal. An den vorhandenen Sitzgelegenheiten und Picknickplätzen stapeln sich Müllberge, Zigarettenstummel liegen herum und Reste vom Picknick werden liegen gelassen. Grund dafür ist, dass oft nicht genügend Mülleimer vorhanden sind und Besucher ihren Verpackungsmüll nicht mitnehmen.

Umdenken als Chance

Wir haben uns dafür entschieden, dass die Herangehensweise geändert werden soll: nicht die Entsorgung von Müll sollte im Vordergrund stehen, sondern die Vermeidung. Die Besucher des Thüringer Waldes sollen umdenken oder besser gesagt, sie sollen zum Umdenken animiert werden. 

Dafür haben wir folgende Ideen:

  • Charmante Schilder aufstellen: Es wird aus der Sicht des Waldes kurz erklärt, warum der Müll wieder mitgenommen werden soll und welche Folgen entstehen, wenn der Müll als Folge des „Massentourismus“ liegen bleibt.
  • Sticker als Erinnerungsstütze: Sticker sollen an Wegweisern im Thüringer Wald befestigt werden. Auf den Stickern sollen Tiere zu sehen sein, die die Folgen von Müll für die Tiere erklären.
Zu sehen ist ein Sticker mit einem gezeichneten Igel und einer Sprachblase in der Steht: "Plastik schmeckt mir nicht."
Beispielsticker
  • Ein Quiz: Entlang der Wanderwege sollen Quiztafeln, als spielerischer Lernaufruf für Familien mit Kindern aufgestellt werden. Das Quiz besteht aus Schätzfragen und deren Antworten, die ebenfalls die Folgen von Müll im Wald verdeutlichen.
  • Eine Müllsammelaktion: Solche Sammelaktionen gibt es jedes Jahr in vielen großen Städten. Diese werden oft zum „World-CleanUp-Day“ am 18. September organisiert und durchgeführt. Das kann im Zuge dessen auch im Thüringer Wald erfolgen. 

Die hohe Müllbelastung betrifft nicht nur den Thüringer Wald, weshalb auch in anderen Destinationen Lösungen für derartige Probleme gefunden werden müssen. Die oben aufgeführten Maßnahmen sind leicht und günstig umzusetzen und können auf jede Destination angepasst werden.

Wir alle können etwas gegen den Müll in unseren Wäldern machen. Es gilt also auch hier #UmdenkenImTourismus #FürEinenSauberenWald.

Für mehr Informationen zu unseren Ideen schauen Sie sich gern unser Video an.

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