„Heimatproviant“ in der Zukunft

Zu sehen sind zwei Radfahrer auf einem Hügel im Thüringer Wald.

Geschrieben am 14.4.2020 von Annica Trippens, Franziska Brenner und Lea Hohmann

Im letzten Beitrag haben wir das Konzept des Heimatproviant kurz erklärt. Die Theorie klang soweit ganz gut. Wir wollen aber ehrlich sein – es gibt einen Grund, warum das Konzept bisher noch keine gastronomischen Lücken schließt. Als die Umsetzung startete und Gastronomen, Hoteliers und andere Betriebe an Bord geholt werden sollten, stellte sich heraus, dass es eine unüberwindbare Hürde gab. Diese zeigt sich unter anderem in der Gestaltung der Take-away Proviantpakete. Daher haben wir exakt an diesem Punkt angesetzt. 

Die perfekte Heimatproviant-Box 

Eine einzige perfekte Mahlzeit wird es nicht geben. Stattdessen möchten wir die Vielfalt der Gerichte nicht vorgeben, sondern den Kooperationspartnern die Wahl überlassen. Das bedeutet, dass die Heimatproviant-Partner Vorschläge und Empfehlungen erhalten, ihnen aber bei der Gestaltung freie Hand gelassen wird. Trends wie vegane Ernährung, Low Carb und vieles mehr, werden sich in den nächsten Jahren stark weiterentwickeln, sodass die Nachfrage auch bei den Heimatproviant-Partnern steigen wird. Das Angebot muss sich also von allein weiterentwickeln und nicht in eine Richtung gedrängt werden. Daher gibt es nur eine einzige Voraussetzung, welche wir aus Überzeugung umsetzen möchten: regionale und saisonale Produkte. Denn spanische Erdbeeren im Thüringer Wald wären doch irgendwie abwegig… 

Zuspruch aus der Tourismuswirtschaft

Wir bearbeiten das Projekt Heimatproviant auf theoretischer Ebene im Rahmen unseres Studiums. Die Umsetzung überlassen wir jedoch lieber erfahrenen Touristikern. Um das Konzept aber möglichst realitätsnah bearbeiten zu können, haben wir uns mit unseren Fragen an einige zufällig ausgewählte Tourismusbetriebe gewandt. Was wir dabei erfahren haben, möchten wir nun kurz vorstellen. Die Touristiker sehen in Heimatproviant erfreulicherweise eine Förderung der regionalen und saisonalen Spezialitäten und darüber hinaus ein attraktives Speiseangebot für den Gast. Einige der befragten Betriebe bieten bereits ausschließlich regionale Speisen und Getränke an oder haben ein breites Spektrum an Bio-Lebensmitteln. So ist es für sie keine Herausforderung, die Lunchboxen traditionell, regional und saisonal zu bestücken.

Zu sehen ist ein Wanderer im Thüringer Wald.
Unterwegs in Thüringen mit der Heimatproviant-Box.

Ein einheitliches operatives Marketing ist notwendig

Damit Heimatproviant zusammen mit seinen Kooperationspartnern expandieren kann, wünschen die Betriebe sich ein einheitliches operatives Marketing, eventuell durch ein kreatives Storytelling. Darüber hinaus sollen die Gäste vielerlei Möglichkeiten haben, Informationen über die Bestellung Ihrer Wanderverpflegung zu bekommen. Hier wurden vorzugsweise die Tourist-Informationen genannt, aber auch bei den Gastgebern selbst und in Reiseführern sollten Informationen zur Verfügung gestellt werden. Mit einem gemeinsamen Produktnamen, einer ausgereiften Transportmöglichkeit und einer ambitionierten Zusammenarbeit der Kooperationspartner, sehen die befragten Betriebe keine Hindernisse mehr für den Erfolg von Heimatproviant. 

Vermarktung: Regionales Picknick für Wanderer und Radfahrer 

Heimatproviant benötigt, wie jedes gute Produkt, auch ein starkes operatives Marketing. Die Zielgruppe, an die das Angebot vorrangig adressiert ist, setzt sich aus Wanderern und Radfahrern zusammen. Man könnte auch sagen: Naturliebhaber und Abenteurer. Um diese zu erreichen, ist es zielführend das Angebot auf Kanälen zu bewerben, die von Personen dieser Zielgruppe genutzten werden. Ein bekannter Planer für Wander- und Radtouren ist die Plattform Outdooractive. Dort gibt es nicht nur Routen, sondern auch Ausflugsziele und Unterkünfte zu entdecken. Das Einbinden von Heimatproviant-Partnern in die Online-Suche von Outdooractive würde das Projekt weit voranbringen.

Zu sehen ist eine Essensbox aus Metall mit dem Heimatproviant-Logo.
Beispiel einer Box mit dem Heimatproviant-Logo.

Um eine Marke aufzubauen, ist aber vor allem das Logo wichtig. Dieses wurde zusammen mit der ersten Projektidee entwickelt. Es ist clean und eindeutig und basiert auf dem Thüringer-Blau, welches aus den Logos des Freistaates Thüringen bekannt ist. Der Verweis auf Thüringen in der oberen rechten Ecke des Logos, verortet das Projekt. Die Kombination aus einer Lettering-Handschrift und einer klaren, schnörkelfreien Schrift spiegelt das Zusammenspiel aus Tradition und Moderne wider. Dieses Logo soll zu einem Qualitätsversprechen werden. Daher ist es wichtig, dass das Logo auf den Heimatproviant-Dosen sowie in der Kommunikation der Kooperationspartner zu finden ist. In seiner Farbgebung lehnt es sich an die Familienmarke Thüringen an und repräsentiert das zukunftsfähige Take-away Konzept. 

In unserem Podcast stellen wir den aktuellen Stand – August 2020 – des Projekts Heimatproviant vor. Es ist ein spannendes Projekt mit Potential. Wir sprechen mit Projektpartnern über die Idee und sammeln Vorschläge, wie eine Umsetzung möglich wäre. Ein Einblick in ein echtes „work in progress“ Projekt.

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